Wie mehr als 100 Marken die Berliner Ernährungspolitik verändern
- civocracy
- 19. Sept. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 23. Sept. 2025
Von Plakatwänden bis in den Senat
Als Berlin isst anders seinen Aufruf nach mehr Sichtbarkeit für nachhaltige Ernährung startete, war das Ziel klar: die Stimmen der nachhaltigen Wirtschaft vereinten sich, und forderten mehr Gerechtigkeit im öffentlichen Raum. Im August 2025 haben wir einen Meilenstein erreicht – 100 Unternehmen haben den Aufruf unterschrieben.
Und ihre Stimmen werden gehört. Aus dem gemeinsamen Wunsch nach Plakatflächen ist ein Platz am Tisch der Berliner Ernährungspolitik geworden.
Warum Sichtbarkeit zählt
Die Zeit ist reif. Berlins Straßen sind gepflastert mit Werbung für Billigfleisch, zuckrige Snacks und klimaschädliche Produkte. Die Innovator:innen hingegen – die gesunde, pflanzenbasierte, regionale und klimafreundliche Alternativen anbieten – bleiben oft unsichtbar.
Für viele Unterzeichner:innen ist das nicht nur ein Marketingproblem, sondern eine Frage von Gesundheit und Klima.
„Gesunde und nachhaltige Lebensmittel müssen genauso sichtbar sein wie Produkte, die unserer Gesundheit und unserem Planeten schaden“, erklärt ein Unternehmer.
Ein anderer betont die Fairness:
„Wer gesehen wird, darf nicht allein davon abhängen, wer das meiste Geld hat.“
Sichtbarkeit bedeutet Einfluss. Und dieser Einfluss kann genutzt werden Er kann, Gewohnheitenverändern, Normen verschieben und die Ernährungsstrategie – die notwendige Transformation des Ernährungssystems in Berlin – beschleunigen.
Von Marketing zu Lobbyarbeit – eine neue Form der Kooperation
Der Aufruf beweist: Kooperatives Marketing kann gleichzeitig Lobbyarbeit sein. Allein wäre jedes Unternehmen in seiner Nische geblieben. Gemeinsam haben sie Power.
Diese Bewegung hat die Aufmerksamkeit des Berliner Senats geweckt. Am 22. Juli wurden die Unterzeichner:innen zum Kick-off Breakfast eingeladen, um gemeinsam an der aktualisierten Ernährungsstrategie zu arbeiten. Gastgeberin war die Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz, die Food-Startups, Produzenten, Händler, Netzwerke und Verwaltung zusammenbrachte – damit die Perspektive nachhaltiger Unternehmen im nächsten Plan verankert wird.
So öffnen Kampagnen mit einer geteilten Botschaft und politischem Gewicht Türen, die kein einzelner Akteur allein aufstoßen könnte. Darauf aufbauend findet im für Herbst 2025 umfassende Konsultation statt , die qualitative Einblicke und quantitative Rückmeldungen von Hunderten mobilisierten Unternehmen kombiniert.
Kleine Player, große Wirkung
Die Unternehmen hinter Berlin isst anders sind sind Innovator:innen, die echten Wandel schaffen wollen.. Von solidarischer Landwirtschaft über pflanzenbasierte Food-Startups, von gesundem Schulessen bis zu hyperlokalen Produktionssystemen – sie bauen eine Esskultur auf, die Gesundheit, Klima und Fairness ins Zentrum stellt.
"Es muss sich was ändern. Niemand ist gezwungen ungesunde Lebensmittel zu verkaufen."
Diesen Unternehmen Sichtbarkeit zu geben, ist keine Wohltätigkeit. Es ist eine Investition in die Zukunft von Wirtschaft, Gesundheit und Umwelt in Berlin.
Vom Aufruf zur Aktion
Mehr als 100 Unterschriften sind keine symbolische Zahl. Sie zeigen: Wenn missionsgetriebene Marken zusammenstehen, können sie die Debatte verschieben – von dem, was auf unseren Tellern liegt, zu dem, was in unseren politischen Strategien steht.
Der nächste Schritt? Die Koalition weiter ausbauen, im Stadtbild sichtbar bleiben und kooperatives Marketing in kooperative Lobbyarbeit verwandeln.
👉 Bist du ein nachhaltiges Lebensmittelunternehmen in Berlin und hast dich noch nicht angeschlossen? Dann ist jetzt der Moment. Jede neue Unterschrift macht die Stimme der nachhaltigen Wirtschaft lauter.
👉 Hast du schon unterschrieben? Teile den Aufruf mit drei Kontakten, die interessiert sein könnten.
Mehr Infos zur Kampagne oder Bewegung? Schreib uns: contact@civocracy.org.







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